CO2KostAufG
CO₂-Kosten zwischen Mieter und Vermieter aufteilen
Seit 1. Januar 2023 trägt der Vermieter einen Teil der CO₂-Kosten — abhängig von der energetischen Qualität des Gebäudes. Bei besonders schlechten Gebäuden bis zu 95 %.
Das 10-Stufen-Modell
Maßgeblich ist der jährliche CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche. Je höher die Emissionen, desto höher der Vermieteranteil. Die Anlage zum CO2KostAufG definiert die Schwellen folgendermaßen:
| Stufe | CO₂ pro m²/Jahr | Vermieter | Mieter |
|---|---|---|---|
| 1 | < 12 kg/m²/a | 0 % | 100 % |
| 2 | 12 – < 17 | 10 % | 90 % |
| 3 | 17 – < 22 | 20 % | 80 % |
| 4 | 22 – < 27 | 30 % | 70 % |
| 5 | 27 – < 32 | 40 % | 60 % |
| 6 | 32 – < 37 | 50 % | 50 % |
| 7 | 37 – < 42 | 60 % | 40 % |
| 8 | 42 – < 47 | 70 % | 30 % |
| 9 | 47 – < 52 | 80 % | 20 % |
| 10 | ≥ 52 kg/m²/a | 95 % | 5 % |
So berechnest du deinen kg-Wert
- Verbrauch deiner Wohnung in kWh aus der Abrechnung übernehmen (nur Heizung, nicht Warmwasser separat).
- Verbrauch mit dem Emissionsfaktor des Energieträgers multiplizieren — Erdgas ca. 0,202 kg CO₂/kWh, Heizöl ca. 0,266 kg/kWh, Fernwärme im Schnitt 0,18 kg/kWh.
- Ergebnis durch deine Wohnfläche teilen.
Wer rechnet eigentlich?
Der Vermieter ist verpflichtet, die CO₂-Kosten korrekt aufzuteilen und in der Abrechnung auszuweisen — typisch als „Anlage zur CO₂-Kostenaufteilung". Fehlt diese Anlage oder weist sie einen zu niedrigen Vermieteranteil aus, besteht ein möglicher Rückforderungsansatz.
Beispiele
- Effizienzhaus (Stufe 1): Mieter trägt 100 % der CO₂-Kosten — der Vermieter hat seine Hausaufgaben gemacht.
- Durchschnitt (Stufe 6): 50 / 50.
- Unsanierter Altbau (Stufe 10): 95 % beim Vermieter — entsprechend wenig Spielraum für die Nebenkosten-Nachzahlung des Mieters.
Quelle: CO2-Kostenaufteilungsgesetz vom 5. Dezember 2022 (BGBl. I S. 2154), Anlage zu § 5. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.